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Reinkarnation trotz wachsender Weltbevölkerung?
Foto: KieferPix / Shutterstock.com

Reinkarnation trotz wachsender Weltbevölkerung?

Seitdem es die Menschheit gibt, gibt es auch verschiedene Ideen, Gedanken und Theorien zu verschiedensten Dingen. Besonders im spirituellen Bereich gibt es nicht nur eine Meinung zu einem bestimmten Thema, sondern eine ganze Menge. Das führte und führt natürlich nicht selten zu Missverständnissen oder Diskussionen, gerade wenn das Interesse an einer ausführlichen Aufklärung durch eine Partei teilweise nicht gegeben ist.

Auf diese Weise kommt es schnell zu Kommunikationsproblemen und im negativen Fall dann auch zu Streit, welcher oft jahrelang andauern kann. Das mag auf den ersten Blick vielleicht ein wenig überspitzt klingen, doch wie oft gab es genau solche Situationen auf öffentlicher Ebene allein in den letzten Jahren? Vor allem religiöse und spirituelle Themen können sehr sensible Punkte sein, welche schnell zu Debatten führen.

An sich ist das Ganze natürlich kein Problem, denn jeder hat nun einmal seine eigene Meinung zu bestimmten Dingen. Das ist auch gut so. Schliesslich müssen wir uns austauschen, um neue Dinge zu erfahren und eventuell auch unseren eigenen Standpunkt zu überdenken. Negativ ist es lediglich dann, wenn Missverständnisse wegen unzureichender Kommunikation und Definition der eigenen Perspektive zu Streit führen.

Doch wo geschehen solche Situationen am häufigsten?

Wie bereits gesagt, sind es meist spirituelle und religiöse Themen, welche oft ein wenig mehr Erklärungsbedarf haben, damit sie jeder versteht. Und das ist nicht nur in den uns bekannteren Weltreligionen wie dem Christentum und dem Islam der Fall, sondern auch im Buddhismus und im Hinduismus.

Über diese Glaubensrichtungen wissen die meisten von uns vermutlich noch weniger als über die anderen Religionen. Was den Buddhismus und den Hinduismus von den anderen grossen Religionen unterscheidet, ist die Vorstellung vor den Geschehnissen nach dem Ableben. Denn während die meisten anderen Gläubigen an ein nachfolgendes Leben im "Paradies" glauben, haben Hindus und Buddhisten etwas anderes im Kopf.

Sie glauben an die Wiedergeburt beziehungsweise die Reinkarnation. Vielleicht haben auch Sie schon einmal davon gehört. Wahrscheinlich können sich die einen oder anderen etwas unter dem Begriff vorstellen, doch nur die wenigsten kennen sich wirklich aus. Das ist auch vollkommen in Ordnung, doch gerade hier kommen wir wieder auf den vorherigen Punkt mit der fehlenden Kommunikation zu sprechen. Wenn nämlich jeder die Vorstellungen des anderen kennen würde, so wäre auch das Verständnis untereinander deutlich besser.

Eine der meistgefragten Fragen und Gründe für ein Nicht-Glauben an die Reinkarnation ist folgende Frage: Wie soll die Wiedergeburt funktionieren können, wenn doch die Weltbevölkerung stetig steigt?

Wie funktioniert Reinkarnation?

Doch bevor wir uns mit dieser meinungsspaltenden Frage beschäftigen, sollten wir uns erst einmal mit den Grundlagen der Wiedergeburt beschäftigen. Denn wenn wir den Grundgedanken nicht verstehen, dann können wir natürlich auch speziellere Fragen nicht beantworten. Es handelt sich bei der Wiedergeburt um einen Zyklus. Die Seele ist unsterblich und wechselt lediglich die physische Hülle.

Was für einige Menschen vielleicht etwas beruhigend klingen mag, ist für Buddhisten und Hindus jedoch alles andere als positiv. Da der Kreislauf, auch Samsara genannt, zu immer mehr menschlichen Leben führt, führt er auch zur ständigen Wiederholung von negativen menschlichen Eigenschaften. Nach Millionen von Wiedergeburten geniesst man diese Eigenschaften sicher nicht mehr.

Ziel ist somit die Erlösung aus dem ewig scheinenden Kreislauf der Reinkarnationen. Diese Erlösung nennt sich Nirwana. Dorthin gelangt die Seele nach der letzten Reinkarnation, wo sie von jeglichen menschlichen Eigenschaften, Emotionen und Gefühlen befreit ist. Sie spürt also keine negativen, aber auch keine positiven Emotionen. Die Seele befindet sich in einem völligen Gleichgewicht, in der sie in Frieden bestehen kann. Natürlich ist es nicht gerade einfach, in das Nirwana zu gelangen. Es gilt viele Reinkarnationen zu durchleben und gute Karma-Punkte zu sammeln, sowohl für den Übergang ins Nirwana als auch für eine gute Wiedergeburt.

Wieso werden die Menschen immer mehr?

Doch wenn die Anzahl der Weltbevölkerung immer grösser wird, wie kann die Reinkarnation dann überhaupt Sinn machen? Hier sehen viele Menschen den grössten Haken an der Theorie der Wiedergeburt. Doch wie zu Anfang erwähnt, sollte man nicht voreilig urteilen und sich vorerst die andere Perspektive anhören.

Denn Experten, welche sich schon ihr Leben lang mit der Reinkarnation beschäftigen, haben für diese Frage Antworten. Für sie existieren drei Theorien, welche die Wiedergeburt erklären, trotz einer steigenden Weltbevölkerung.

Beschleunigung der Reinkarnationsrate

In alten Lehren des Hinduismus ist die Rede von Zeitspannen von Hunderten oder Tausenden von Jahren, bevor sich eine Seele in einem Körper wieder reinkarniert. Mit der Zeit hat sich das verschnellert. Heute geht man davon aus, dass eine Seele spätestens nach fünf Jahren wiedergeboren wird.

Seelen im tierischen Körper

Die Seele durchläuft über acht Millionen tierische Körper, bevor sie in eine menschliche Physis reinkarniert. Das denken zumindest einige Experten. Auch Seelen von Tieren können also in menschliche Körper übergehen.

Andere Planeten

Wer sagt, dass es nur Leben auf der Erde gibt? Auch auf anderen Planeten kann man reinkarniert werden und auch Seelen von anderen Planeten können in Körpern der Erde wiedergeboren werden.


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